Anam, Beate/ Lababidi, Hadil: „Islamisch geprägte Medizinethik im deutschsprachigen Raum“, in: Michael Klöcker et al. (Hrsg.): Handbuch der Religionen: Kirchen und andere Glaubensgemeinschaften in Deutschland, 84. Ausgabe, Hohenwarsleben: Westarp Science Fachverlag 2025, 1-24.
Schlagwörter
Medizinethik, Islam, Lebensanfang, Schwangerschaftsabbruch, Pränataldiagnostik, Genforschung, Lebensende, Künstliche Beatmung, Sondenernährung, Organtransplantation
Die islamisch geprägte Medizinethik im deutschsprachigen Raum ist noch relativ neu. Erst seit etwa 30 Jahren beschäftigen sich Forschende in Deutschland, Österreich und der Schweiz stärker mit medizinischen Fragen rund um Geburt und Tod im Zusammenhang mit dem Islam. Am Anfang lag der Fokus vor allem auf dem Koran und der Sunna, auf deren Auslegung durch muslimische Gelehrte und auf Gesetze in arabischen Ländern. Später wurden auch neue medizinische Technologien und die damit verbundenen ethischen Fragen berücksichtigt. Außerdem wird heute immer mehr darauf geachtet, muslimische Patientinnen und Patienten kultur- und religionssensibel zu begleiten und ihnen seelsorgliche Unterstützung anzubieten.
Der Text von Beate Anam und Hadil Lababidi gibt einen Überblick über die bisherige Forschung und zeigt mögliche Themen für die Zukunft auf.
